Regenwasser clever nutzen – mit Zisternen.

Warum Pflanzen geschnitten werden

der Heiße Sommer hat gezeigt: Regenwasser ist zu wertvoll für den Kanal. In der Realität ist es oft so: Es regnet. Wasser läuft vom Dach und über versiegelte Flächen in den Regenwasserkanal. Und weg ist es.

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Dann kommt der Sommer. Wochenlang kaum Regen. Die Böden trocknen aus, Pflanzen und Gehölze brauchen Wasser – und wir holen es aus der Trinkwasserleitung. Aber stell dir einmal vor, wir würden Regenwasser auffangen. Wir speichern es, wenn es im Überfluss vorhanden ist. Und wir nutzen es genau dann, wenn es benötigt wird.

Klingt eigentlich ziemlich logisch. Und vielleicht ein bisschen utopisch. Ist es aber nicht. Eine Regenwasserzisterne macht genau das möglich.

Zisternen vom Kandelgärtner

Bei unseren Projekten bauen wir deshalb nicht einfach nur einen unterirdischen Tank ein. Wir schaffen Speichervolumen für eine Ressource, die immer wertvoller wird.

Zisternen gibt es als Betonzisternen oder Kunststoffzisternen. Welche Variante sinnvoll ist, hängt unter anderem von Einbausituation, Größe und geplanter Nutzung ab. Mit einer Pumpe lässt sich das gespeicherte Wasser gezielt dort einsetzen, wo es gebraucht wird – beispielsweise für die Bewässerung von Rasen, Beeten und Gehölzen, die Toilettenspülung oder die Waschmaschine.

Das Schwammstadt-Prinzip

Genau hier setzt auch das Prinzip der Schwammstadt an: Regenwasser soll möglichst dort zurückgehalten werden, wo es anfällt, anstatt es möglichst schnell über die Kanalisation abzuleiten.

Eine Zisterne schafft dafür gezielt Speichervolumen. Bei Starkregen kann sie die Rückhaltung vor Ort unterstützen. In trockenen Phasen wird das gespeicherte Wasser wieder zu einer nutzbaren Ressource.

Regen fällt nicht immer dann, wenn wir Wasser brauchen. Eine Zisterne löst diese Diskrepanz.

Und was ist mit dem Preis?

Trinkwasser ist heute in Deutschland vergleichsweise günstig. Dadurch ist das Thema nicht so präsent und es machen sich nur wenige Gedanken darüber. Doch trockene und heiße Sommer zeigen, dass Wasser nicht selbstverständlich ist. Gleichzeitig steigt der Bedarf gerade dann, wenn Niederschläge fehlen und die natürlichen Wasservorräte stärker beansprucht werden.

Wie sich der Wasserpreis in 10, 20 oder 30 Jahren entwickeln wird, kann niemand seriös vorhersagen. Sicher ist aber: Die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Wasser wird zunehmen. Eine Zisterne ist deshalb mehr als ein Tank im Boden. Sie ist eine Möglichkeit, Regenwasser als Ressource zu begreifen, vor Ort zu speichern und dann zu nutzen, wenn es gebraucht wird.

Denn vielleicht sollten wir in Zukunft nicht mehr fragen, wie wir das Wasser möglichst schnell loswerden – sondern wie wir es behalten können.

Eine weitere sinnvolle Maßnahme gegen Hitze ist das Pflanzen von Bäumen. Also geht pflanzen (und gießt bis die Pflanze angewachsen ist am besten mit Zisternenwasser 😉).

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